PHP in Mobirise richtig nutzen
PHP in Mobirise richtig nutzen – Bericht aus der Praxis
Mobirise ist schnell, flexibel und ideal für moderne Webseiten – doch früher oder später stößt man an den Punkt, an dem dynamische Inhalte nötig werden. Genau hier kommt PHP ins Spiel.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du PHP sinnvoll in Mobirise integrierst, wann include die beste Wahl ist, wann ein iframe sinnvoller sein kann und worauf du unbedingt achten solltest.
Warum PHP überhaupt mit Mobirise kombinieren?
Mobirise erzeugt statische HTML-Seiten. Das ist schnell, sicher und performant – aber für Dinge wie Blogs, Kontaktformulare, Mitgliederbereiche oder Datenbanken braucht man Dynamik.
PHP ergänzt Mobirise perfekt, weil:
- keine zusätzliche Software im Browser nötig ist
- es auf fast jedem Webserver verfügbar ist
- es sich sauber vom Design trennen lässt
- Mobirise weiterhin für Layout & Design genutzt werden kann
Die wichtigste Entscheidung: include oder iframe?
Diese Frage kommt fast immer – und die Antwort lautet: Es kommt auf den Einsatzzweck an.
Variante 1: PHP per include einbinden (empfohlen)
Das klassische und sauberste Vorgehen ist, Mobirise-Seiten als .php zu speichern und PHP direkt einzubinden:
<?php include 'blog.php'; ?>
Vorteile dieser Methode:
- einheitliches Layout (Header, Footer, CSS)
- SEO-freundlich (Inhalt ist Teil der Seite)
- keine Probleme mit Höhe oder Scrollbars
- bessere Performance
Diese Methode ist ideal für:
- Blogs
- News-Bereiche
- Formulare
- Mitglieder- oder Adminbereiche
Variante 2: PHP per iframe einbinden (nur in Spezialfällen)
Ein iframe lädt eine komplette Seite innerhalb einer anderen Seite:
<iframe src="blog.php"></iframe>
Das kann sinnvoll sein, wenn:
- du keinen Zugriff auf die Hauptseite hast
- ein externes System eingebunden wird
- Inhalte strikt getrennt bleiben sollen
Nachteile von iframes:
- schlechter für SEO
- Höhenprobleme auf mobilen Geräten
- Scrollbars im Inhalt
- uneinheitliches Design
Fazit: Wenn du kannst – nutze include. iframes sind die Ausnahme, nicht die Regel.
Wichtige Regeln für PHP in Mobirise
1. HTML-Dateien in .php umbenennen
Damit PHP ausgeführt wird, muss die Datei auf dem Server als .php gespeichert sein:
index.html → index.php
Mobirise selbst stört das nicht – es lädt CSS und JS ganz normal weiter.
2. Gemeinsame Header und Footer nutzen
Wiederholende Inhalte solltest du auslagern:
header.php
footer.php
Und dann einbinden:
<?php include 'header.php'; ?>
<!-- Seiteninhalt -->
<?php include 'footer.php'; ?>
Das spart Zeit, verhindert Fehler und macht Änderungen extrem einfach.
3. CSS und PHP strikt trennen
Dein PHP sollte Daten liefern – nicht das Design bestimmen. Styling gehört in CSS, nicht in PHP.
Gute Struktur:
- PHP → Logik & Daten
- HTML → Struktur
- CSS → Aussehen
Typische Fehler (und wie du sie vermeidest)
- Weiße Seite: PHP-Fehler → Error Reporting aktivieren
- Weiterleitungen falsch: BASE_PATH prüfen
- Styles fehlen: relative Pfade kontrollieren
- Session-Probleme: session_start() ganz oben
Mein persönliches Fazit
Mobirise und PHP sind kein Widerspruch – im Gegenteil. Richtig kombiniert bekommst du:
- modernes Design
- dynamische Inhalte
- saubere Struktur
- volle Kontrolle über deine Webseite
Wenn du PHP per include nutzt, dein Layout klar hältst und Mobirise weiterhin fürs Design einsetzt, hast du ein System, das leicht wartbar und extrem flexibel ist.
Genau so entstehen Blogs, Mitgliederbereiche und Tools, die nicht von Baukästen eingeschränkt werden – sondern von dir kontrolliert sind.